In einer lebensprallen Sprache schildert die Autorin den Wagemut und die Unerschrockenheit der bis anhin eher unbekannten Glarnerin Rose Näf, die für ihren Verdienst die in Israel verliehene Auszeichnung erhielt.
Franziska Greising beschreibt in ihrem dokumentarischen Roman nicht nur die Heldentat von Rösli Näf, sondern auch die schwierige politische Lage allgemein. Sie schildert den Alltag der jüdischen Kinder im Schloss, den allgegenwärtigen Hunger, die Hoffnungen auf Flucht, aber auch die zarten Bande, die die älteren Jugendlichen untereinander knüpfen. Ein grossartiges Stück Literatur, beklemmend und eindringlich geschrieben.
Wolfgang Bortlik, 20 minuten vom 31. Mai 2016